Lächeln, Essen und Motorräder, willkommen in Ho Chi Minh Vietnam

15.03.2015 – 19.03.2015 Ho Chi Minh Vietnam
Hallo Liebe Leser, hier wiedermal ein älterer Bericht von meiner vergangen Reise mit meiner Family-Tour EnSi und Aslihan. Ich bin unterdessen auf dem Weg nach Bali:-) Halleluja das Surfparadies ist endlich bald soweit..

Hier jetzt aber zum eigentlichen Beitrag:
Nachdem wir uns von Kambodscha verabschiedet hatten, ging die Reise nach Vietnam Ho-Chi Minh , ehemaliger Name auch Saigon genannt, weiter. Der Reisegedanke war von Süden Richtung Norden Vietnams zu reisen. Daher hatten wir in Kambodscha den letzten südlichsten Ort Sihanoukville auserwählt, da dieser nahe zur Grenze Vietnams liegt. Naja leider mussten wir aber von Sihanoukville wieder aufwärts nach Phnom Penh fahren und von dort den Bus Wechsel vornehmen und erst dann weiter nach Saigon fahren. Also haben wir Phnom Penh, auch wenn es nur kurz für ca. 2 Stunden gewesen war, wieder besucht.
Schliesslich sind wir dann in der Grosstadt Vietnams angekommen. Die Ankunft war abends gegen 22 Uhr und das was wir gesehen hatten, war unglaublich. Der Verkehr um diese Zeit war wie Rush Hour. Beim Verkehr muss man bedenken, dass zu 90% der Verkehrsmittel im Verkehr Motorräder waren. Ich hatte noch nie so viele Motorräder gesehen, OMG, sag ich da bloss. Das war einfach unfassbar, wie das gesamte funktionierte. Anfangs hatte man das Gefühl, dass es ein Chaos ist, doch die Fahrer wussten genau wie sie zu handeln hatten, wann wer welchen Vortritt hat und wie gefahren werden muss. Als Fussgänger bist Du hier verloren, denkst Du zumindest. Doch ihr glaubt es nicht, es funktioniert tatsächlich auch für Fussgänger. Man ist Anfangs sehr zurückhaltend und etwas ängstlich, um sich überhaupt irgendwie auf die Strasse zu wagen, doch nach ein paar Überquerungen der Strasse, merkte man, dass man einfach nur durchlaufen muss. Die Motorradfahrer halten dann meistens an oder sie manövrieren irgendwie um dich herum, so dass du dann weitergehen kannst. Schlimmstenfalls musst Du dann einfach mitten im Verkehrschaos auf der Strasse halten und warten, bis Du durchgehen kannst. Wir konnten immer unfallfrei die Strasse überqueren☺
Hier haben wir dann 4 Nächte übernachtet, wenn es nach Eniz ginge, wären wir noch länger dort geblieben, da er sich so in die Stadt verliebt hatte, doch die Zeit war knapp und wir mussten unser Ziel verfolgen.
In Saigon hatten wir u.a. das Kriegsopfermuseum, die Notre Dame Kirche, allerdings nur von aussen betrachtet und das zentrale Postgebäude, welches architektonisch auch sehr interessant war, besucht.
Das Kriegsopfermuseum war sehr herzzerreißend, die Bilder die dort veröffentlich waren, waren aus der Sicht der Vietnamesen dargestellt worden, wie sie im Vietnamkrieg gelitten und welche Opfer sie erbracht haben. Es war sehr interessant, doch man brauchte wirklich Nerven, das Ganze auch anschauen zu können. Teils konnte ich die Bilder überhaupt nicht betrachten, da sie leider sehr grauenvoll waren. So war aber nun mal die Realität, wie es damals im Krieg vorging.
Zum Schluss des Tages sind wir noch durch den berühmten Ben Thanh Market geschlendert.
Am nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zum Mekong Delta unternommen. Allerdings war dieser Ausflug eine riesen Enttäuschung, es war einfach sehr kommerziell ausgerichtet und die Rundfahrt selbst war eher geringfügig gehalten. Die Fahrt mit dem Van zur Flussfähre war landschaftlich sehr schön und atemberaubend, doch die Flussfahrt selbst war nichts spektakuläres, im Gegenteil, das Ganze war sehr kommerziell gemacht worden. Es war nur eine Touristenfalle wie jede andere auch. Wir haben zwei Insel besucht, Phoenix und die Tree Insel, wo u.a. verschiedene Spezialitäten wie Bonbon, Kokosnussöl verarbeitet und entsprechend verkauft wurden. Der Tagesausflug war eigentlich nur ausgerichtet, um auf den beiden Inseln irgendwelche Spezialitäten verkaufen zu wollen. Ach vielleicht noch eine Sache, was interessant gewesen ist. Auf der einen Insel gab es noch eine kleine Gesangsvorführung von den Bewohnern, welche bestimmte Volkslieder gesungen haben. Man nennt diesen Stil der Gesänge Quan Ho . Dieser Musikstil wurde sogar in 2009 als Immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt.
Am letzten Tag war nur noch eine Pagode Besichtigung und sonst ein gemütlicher Nachmittag, mit keinen speziellen Ausflugszielen, geplant. Am Abend gingen wir dann zur Feier des Abends, sehr lecker ein BBQ essen. Da dies unser letzter Abend in Saigon war und am nächsten Tag Eniz Geburtstag hatte, haben wir seinen Geburtstag vorverlagert und in die Nacht hineingefeiert. Naja gefeiert ist wohl etwas übertrieben, wir haben eine nette Bar mit einer schönen Aussichtsplattform gefunden und dort seinen 32-Geburtstag zusammen angestossen. Es war insgesamt ein gelungener Abschlussabend. Der nächste Tag war dann bereits zur Weiterfahrt nach Dalat gebucht. So endete schliesslich unser Besuch in der Grosstadt Ho Chi Minh.

Fazit zu Ho Chi Minh: Die Stadt hat mir persönlich sehr gut gefallen. Vielleicht auch, weil wir nicht eine derart modern weiterentwickelte Stadt erwartet hatten. Wir hatten uns wohl an den niedrigeren Komfort von Kambodschas gewöhnt und hatten entsprechend auch keine Vermutungen von Vietnam. Zu bedenken ist, dass hier schliesslich auch vor knapp 40 Jahren noch Krieg herrschte, hat sich das Land sehr schnell und produktiv weiterentwickelt. Die Bevölkerung spricht vergleichsweise mit Thailand und Kambodscha doch recht gut Englisch, was uns auch sehr erstaunt hat. Die Menschen sind ständig am Essen oder am Motorrad fahren:). Die Freundlichkeit der Bevölkerung auch zu erwähnen, sowie das sympathische Lächeln, nicht zu vergessen.
So startet die Vietnam Reise. Bis zum nächsten Beitrag seid glücklich und zufrieden, um mit mir das nächste Abenteuer in Dalat zu durchqueren.

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Durch die Hölle, Welcome real live, real people in Siem Reap

Vom 16.02.2015 – 24.02.2015

Ich hinke immer noch nach. Wie gesagt, bin schon längstens nicht mehr an diesem Ort. Doch lasst Euch nicht stören von meiner Verspätung. Nach meinem Abschied von Koh Chang habe ich Kambodscha Siem Reap als erstes begrüssen dürfen. Nach einem höllischen Aufenthalt in der Grenze von  Poipet Kambodscha konnte ich, nach Stunden, endlich mein kambodschanisches Visum im Pass abgestempelt erhalten. Wohl gesagt, mit ein bisschen Schmiergeld, was hier absolut üblich ist, und einer unglaublich langen Wartezeit in der Hitze, während vielleicht noch Hunderte andere Touristen zur Passkontrolle angestanden waren, war ich trotz allem wohlauf in Siem Reap angekommen.

Herzlich willkommen in Siem Reap, so wurde ich leider anfangs nicht begrüsst. Doch das lassen wir mal links liegen. Es ist unglaublich, wie aufdringlich die Einheimischen oder wie unfreundlich das Hotelpersonal waren. Ich will hier niemandem zu nahe treten, doch dies war mein erster Eindruck, als ich abends in Siem Reap in einer dunklen Ecke „namens Busbahnhof“ abgeladen wurde. Die Tuk Tuk Fahrer kamen alle wie gierige Geier auf uns zu, was ich ja auch verstehe, die warteten dort wohl ewig, bis schliesslich dann endlich mal ein Bus ankam mit Gästen. Dann waren es Gäste wie ich, welche sich anfangs geweigert haben, in einen Tuk Tuk einzusteigen, da diese meistens dort unnötig höhere Tarife verlangen. Vor allem weiss man nicht so genau, wohin sie dich dann hinführen werden. Na ja, dachte ich. Deswegen war ich mal losgelaufen in Richtung Licht. Wohl gesagt, mit dem gesamten  Gepäck, vorne und hinten bepackt irrte ich durch die dunklen Strassen oder Gassen und suchte hoffnungsvoll irgend ein Zeichen nach Zentrum. Leider nichts konkretes in Sicht. Nun wurde mir langsam etwas unwohl, weil ich verunsichert war,  wie sicher ich hier eigentlich war. Ihr müsst wissen, ich hatte bis jetzt noch nicht das Gefühl, dass ich mich fürchten sollte. Doch hier war nun der Moment gekommen, zumindest ein bisschen. Es war einfach irritierend, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt in die richtige Richtung lief. Nun ja, dann kam mir ein Tuk Tuk Fahrer entgegen und ich habe ihm dann einen Dollar angeboten, was er zunächst nicht akzeptieren wollte, dann hat es doch geklappt. Schliesslich fuhr ich dann mit dem Tuk Tu zu meinem gebuchten Hostel, wo Eniz & Simona bereits dort waren

Fazit: Trotz höllischen Anstrengungen in Siem Reap wohl angekommen.

Nun will ich den gesamten Aufenthalt in Siem Reap kurz fassen, da ich noch einiges nachholen muss. 

Hier hatten wir ursprünglich 2 Wochen für ein Volontär geplant, doch nix da mit Hilfe und Unterstützung. Wir haben es knapp 1 Woche durchgezogen, das gebe ich zu, bin ich, mit meinen eigenen Ausreden, entflohen. Das Ganze war so, es hat mich persönlich nicht wirklich überzeugt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Kids uns dort tatsächlich brauchten. Ich glaube, die ganze Hilfsorganisation wurde anfangs für diesen Zweck gestartet, den Kindern zu helfen und diese zu unterstützen. Doch unterdessen wird das Ganze eher profitorientiert geführt, deswegen war ich auch nicht mehr der Überzeugung und habe nach einer Woche die ganze Geschichte abgeblasen. Tatsächlich war es bedauerlich, dass wir es nicht durchgezogen haben, doch ich finde, etwas zu bewirken, ohne grosse Überzeugung dahinter zu haben, nicht besonders glaubwürdig. 

Schliesslich haben wir die restliche Zeit dann mit der Besichtigung des  Angor Wat verbracht. Wir haben das Fahrrad genommen und das gesamte Areal mit dem Fahrrad erkundet. Innerhalb von 2 Tagen war das Areal erkundet und Zeit für die Weiterfahrt war gekommen. 


Luftsprünge bei Angor Wat

Luftsprünge bei Angor Wat


Fazit von Siem Reap: Die Stadt war sehr hektisch, aufdringliche Tuk Tuk Fahrer, viele Touristen und enorm viele Hilfsorganisationen, welche für mich persönlich fragwürdig waren, ob diese den tatsächlichen Zweck erfüllten. Selbstverständlich das unglaubliche Bauwerk des Angor Wat nicht zu vergessen, der Night Market und die Pub Street.

Für mich persönlich war das Highlight das Bauwerk Angkor Wat, die Einsicht in der Schule mit den Kindern und die kleinen Dörfer ringsherum, wo alles noch stehengeblieben ist. Also völlig unterentwickelte Dörfer und unglaublich sympathisch liebenswürdige Kinder. Es war eine Mischung von etwas neu entwickeltem modernen und Gegensätzlichem. Eine Stadt mit grossem Potenzial sich weiterzuentwickeln.

Siem Reap Graffiti

Siem Reap Graffiti