Durch die Hölle, Welcome real live, real people in Siem Reap

Vom 16.02.2015 – 24.02.2015

Ich hinke immer noch nach. Wie gesagt, bin schon längstens nicht mehr an diesem Ort. Doch lasst Euch nicht stören von meiner Verspätung. Nach meinem Abschied von Koh Chang habe ich Kambodscha Siem Reap als erstes begrüssen dürfen. Nach einem höllischen Aufenthalt in der Grenze von  Poipet Kambodscha konnte ich, nach Stunden, endlich mein kambodschanisches Visum im Pass abgestempelt erhalten. Wohl gesagt, mit ein bisschen Schmiergeld, was hier absolut üblich ist, und einer unglaublich langen Wartezeit in der Hitze, während vielleicht noch Hunderte andere Touristen zur Passkontrolle angestanden waren, war ich trotz allem wohlauf in Siem Reap angekommen.

Herzlich willkommen in Siem Reap, so wurde ich leider anfangs nicht begrüsst. Doch das lassen wir mal links liegen. Es ist unglaublich, wie aufdringlich die Einheimischen oder wie unfreundlich das Hotelpersonal waren. Ich will hier niemandem zu nahe treten, doch dies war mein erster Eindruck, als ich abends in Siem Reap in einer dunklen Ecke „namens Busbahnhof“ abgeladen wurde. Die Tuk Tuk Fahrer kamen alle wie gierige Geier auf uns zu, was ich ja auch verstehe, die warteten dort wohl ewig, bis schliesslich dann endlich mal ein Bus ankam mit Gästen. Dann waren es Gäste wie ich, welche sich anfangs geweigert haben, in einen Tuk Tuk einzusteigen, da diese meistens dort unnötig höhere Tarife verlangen. Vor allem weiss man nicht so genau, wohin sie dich dann hinführen werden. Na ja, dachte ich. Deswegen war ich mal losgelaufen in Richtung Licht. Wohl gesagt, mit dem gesamten  Gepäck, vorne und hinten bepackt irrte ich durch die dunklen Strassen oder Gassen und suchte hoffnungsvoll irgend ein Zeichen nach Zentrum. Leider nichts konkretes in Sicht. Nun wurde mir langsam etwas unwohl, weil ich verunsichert war,  wie sicher ich hier eigentlich war. Ihr müsst wissen, ich hatte bis jetzt noch nicht das Gefühl, dass ich mich fürchten sollte. Doch hier war nun der Moment gekommen, zumindest ein bisschen. Es war einfach irritierend, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt in die richtige Richtung lief. Nun ja, dann kam mir ein Tuk Tuk Fahrer entgegen und ich habe ihm dann einen Dollar angeboten, was er zunächst nicht akzeptieren wollte, dann hat es doch geklappt. Schliesslich fuhr ich dann mit dem Tuk Tu zu meinem gebuchten Hostel, wo Eniz & Simona bereits dort waren

Fazit: Trotz höllischen Anstrengungen in Siem Reap wohl angekommen.

Nun will ich den gesamten Aufenthalt in Siem Reap kurz fassen, da ich noch einiges nachholen muss. 

Hier hatten wir ursprünglich 2 Wochen für ein Volontär geplant, doch nix da mit Hilfe und Unterstützung. Wir haben es knapp 1 Woche durchgezogen, das gebe ich zu, bin ich, mit meinen eigenen Ausreden, entflohen. Das Ganze war so, es hat mich persönlich nicht wirklich überzeugt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Kids uns dort tatsächlich brauchten. Ich glaube, die ganze Hilfsorganisation wurde anfangs für diesen Zweck gestartet, den Kindern zu helfen und diese zu unterstützen. Doch unterdessen wird das Ganze eher profitorientiert geführt, deswegen war ich auch nicht mehr der Überzeugung und habe nach einer Woche die ganze Geschichte abgeblasen. Tatsächlich war es bedauerlich, dass wir es nicht durchgezogen haben, doch ich finde, etwas zu bewirken, ohne grosse Überzeugung dahinter zu haben, nicht besonders glaubwürdig. 

Schliesslich haben wir die restliche Zeit dann mit der Besichtigung des  Angor Wat verbracht. Wir haben das Fahrrad genommen und das gesamte Areal mit dem Fahrrad erkundet. Innerhalb von 2 Tagen war das Areal erkundet und Zeit für die Weiterfahrt war gekommen. 


Luftsprünge bei Angor Wat

Luftsprünge bei Angor Wat


Fazit von Siem Reap: Die Stadt war sehr hektisch, aufdringliche Tuk Tuk Fahrer, viele Touristen und enorm viele Hilfsorganisationen, welche für mich persönlich fragwürdig waren, ob diese den tatsächlichen Zweck erfüllten. Selbstverständlich das unglaubliche Bauwerk des Angor Wat nicht zu vergessen, der Night Market und die Pub Street.

Für mich persönlich war das Highlight das Bauwerk Angkor Wat, die Einsicht in der Schule mit den Kindern und die kleinen Dörfer ringsherum, wo alles noch stehengeblieben ist. Also völlig unterentwickelte Dörfer und unglaublich sympathisch liebenswürdige Kinder. Es war eine Mischung von etwas neu entwickeltem modernen und Gegensätzlichem. Eine Stadt mit grossem Potenzial sich weiterzuentwickeln.

Siem Reap Graffiti

Siem Reap Graffiti

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