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Vietnam Hoi An 23.03.2015-30.03.2015

 

Einbisschen spät, doch besser spät als nie.. Deswegen habe ich mich dazu überwindet, meinen Reiseblog weiterhin zu aktualisieren. Obwohl das Ganze schon fast knapp ein Jahr vergangen ist. Doch dies ist für mich auch eine gute Gelegenheit, die guten alten Zeiten zu erinnern.

Also dem letzten Beitrag von meiner Reise war ich in Vietnam stehengeblieben. Nun werde ich versuchen, das Ganze etwas kürzer und zusammengefasster zu erzählen. Wie meine treusten Leser, (meine Geschwister) mir das angeraten haben:)

Also kurz und bündig. In Hoi An, vom 23.03.2015 – 30.03.2015 waren wir zu viert (mein Bruder, meine Schwester, Simona und ich) doch länger als erwartet stehengeblieben. Der Gedanke war, dass wir in Hoi An noch etwas am Strand verweilen konnten. Doch das Wetter spielte teils nicht mit, deswegen konnten wir nur 2 Tage am Strand verbringen. Den einen Tag wurden wir bei der Rückfahrt mit dem Fahrrad meine Schwester und ich einem Gewitter ausgehändigt, dass doch ziemlich übel war. Als wir im Hotel ankamen, waren wir bis auf alle Kleidungsstücke durchnässt gewesen. Abgesehen vom Regen und dem Gewitter, haben wir das Beste daraus gemacht. Wir hatten sogar Spass am Regen, nahmen das Ganze einfach so wie es kam. Also keine Verärgerung oder Beängstigung.. Es war einfach so, wie es sein sollte. Das war auch eine Erfahrung wert.

Nun zu Hoi An , die Stadt hat kulturell doch einiges zu bieten. Die Stadt ist eine Küstenstadt am Südchinesischen Meer in Zentralvietnam. Die Hauptattraktion ist die Altstadt, wo es verschiedene ältere historische Gebäude zu besichtigen gab. Es ist eine niedliche kleine Altstadt mit einem Fluss namens Thu-Bon und vielen Strassen und Gassen. Die Altstadt selbst kann nur mit einem Touristenticket betreten werden. Es gibt nebst den vielen architektonischen Gebäuden auch viele Restaurants und Einkaufsläden. Zum bummeln und shoppen also sehr gut geeignet. Für Bildliebhaber oder Kleiderliebhaber gibt es zur Genüge Auswahl.

Während unserem Aufenthalt in Hoi An haben meine Schwester und ich noch einen Tagesausflug zu My Son , einer Tempelstadt, das nun ein Weltkulturerbe ist, gemacht. Die Stadt selbst ist etwa 50 Km von Hoi An entfernt. Die Landschaft ist mit satten grünen Farben bedeckt. Die Ruinen sind noch einigermassen gut erhalten.

Es war leider auch wieder ein sehr regnerischer Tag, daher konnten wir den Ausflug nicht so sehr geniessen. Doch trotzdem war es ein lustiger und abwechslungsreicher Tag.

Einem letzten Ausflug in Hoi An haben wir uns einem Schnorchelausflug an die Cham Inseln gewidmet. Es war leider ein katastrophaler enttäuschender Ausflug. Der Ausflug war wie eines von mehreren Ausflügen wieder sehr auf das kommerzielle ausgerichtet. Wir haben vor dem Schnorcheln eine Stadt besichtigt, danach einen kleinen Abschnitt zum Schnorcheln. Es war leider kein Schnorchelparadies. Die Korallen waren alle tot und dementsprechend gab es auch keine Fische zu bestaunen. Ich glaube, ich habe insgesamt vielleicht 3 kleine Fische entdeckt. Also leider nichts mit Fischen. So enttäuschend unser Ausflug war, hatten wir auch etwas Entspannung an einem Strand, obwohl es nicht zu lange war. Dies hat uns dann den Abschluss noch etwas befriedigender dargestellt.

Die Zeit in Hoi An war vollendet und nun ging es weiter zur nächsten Stadt, Dong Hoi.

 

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Hilfe Gewohnheitsrhythmus!

Ja ja so schnell kann es gehen, so rasch verfällt man wieder in den Alltagsrhythmus. Ich will davon fliehen, ich will wieder zurück in meinen ungeplanten, regellosen und spontanen Alltag in Südostasien. So leicht kann es ja wohl nicht sein. Unterdessen sind fast schon 3 Wochen vergangen, seit ich wieder zurück in der Schweiz bin. Ich werde am Dienstag wieder anfangen zu arbeiten. Ganz ehrlich, bin überhaupt nicht motiviert und weiss nicht, wie ich dazu Stellung nehmen soll. Trotzdem muss ich mich ja wieder fangen, ich muss ja wieder Ziel und Weg in meinen Alltag bringen. Am besten mach ich das, wenn ich wieder arbeite. Werde mir neue Hobbys zurecht suchen und bereits schon meinen nächsten Urlaub planen. So kann der Alltag vielleicht mit etwas mehr Motivation bewältigt werden. Doch es geht nicht lange, da fällt man schon wieder in den Rhythmus. Im Grunde, kann so eine Regelmässigkeit ja nicht schaden. Man hat alles unter der Kontrolle, ist geplant für den Tag und weiss wie der Tag so ungefähr verlaufen wird. D.h. keine Überraschungen, keine Spontanität und keine Flexibilität. Das klingt im Grunde nicht besonders positiv, doch wenn man die Sicherheit und die Gradlinigkeit mag, dann hat das wohl etwas Aufbauendes oder nicht? Echt jetzt, ich versuche das Ganze etwas schön zu reden, doch wenn ich meine Zeilen selbst lese, dann kann auch ich mich selbst nicht überzeugen:) Also ich lass das jetzt einfach so mal stehen. Vielleicht bin ich nächste Woche schon der Überzeugung, dass dieser Takt auch seine positiven Werte hat.

Bis dahin lasst es Eurer Seele gut gehen und verfällt nicht in den Alltag. Lasst Eure Gedanken, an die letzten schönen Erinnerungen fliehen und an den wundervollen Sommertag von heute geniessen. Vielleicht brauch ich wieder mal ne Auszeit🙂 .

Ich und die Wanderung

Ich und die Wanderung

 

 

 

 

paddeln surfen

wie die Zeit vergeht..

und jetzt sitze ich wieder mal am Flughafen in Singapur, dieses mal fliege ich tatsächlich weiter.  Der letzte Aufenthalt in Singapur Flughafen war, weil ich mein Visum für Indonesien verlängern musste. Jetzt aber leider ist dieses auch fällig und ich muss tatsächlich weiter fliegen. Ich wäre gerne noch länger in Bali geblieben, Bali das Highlight meiner Reise, welches ich zum Schluss aufbewahrt hatte. Es war tatsächlich eines der schönsten Aufenthalte, weil ich mich dort verwirklichen konnte. Ich durfte endlich wiedermal surfen. Das langersehte, hatte ich mir zum Schluss aufbewahrt. Ich möchte noch kurz erwähnen, dass ich Bali vor ca. 5 Jahren besucht hatte. Damals war ich der festen Überzeugung, dass ich Bali nicht wieder besuchen würde, weil mir der Strand für einen „normalen Badeurlaub“ dort schlichtweg nicht gefallen hatte. Ich muss dazu noch erwähnen, dass ich damals noch nicht gesurft hatte. Ich hatte allerdings das Surfen dort ausprobiert. Naja, wer hätte gedacht, dass ich wieder hier landen würde und noch dazu, dass es mir so gut gefallen würde. Also sag niemals nie…

Jetzt ist dies leider auch zu Ende und ich fliege weg von Südostasien. Mein Flug geht nach Istanbul, ursprünglich wäre der Weiterflug dann nach Hause geplant gewesen, doch habe meine Pläne kurzerhand gewechselt. Ich werde noch einen Monat in der Türkei verweilen, bevor ich dann schlussendlich wieder nach Hause komme. Doch im Grunde ist die geplante Reise eigentlich durch. Ich bin einerseits glücklich, dass ich bald wieder zu Hause bin, in meinem eigenen Bett und in meiner wohlersehnten Wohnung, anderseits bin ich auch sehr traurig, dass ich Bali also das Surfen, verlassen musste. So vergeht die Zeit, aus meiner Sicht, viel zu schnell und kurzlebig. Es ist unglaublich, dass ich bald ein halbes Jahr unterwegs war und doch kommt es mir vor, als ob es gestern gewesen war.

ich und das verrückte Haus, irgendwie fühlte ich mich da wie zu Hause:-)

Here we go, traveling in Vietnam

19.03.2015 – 23.03.2015 Dalat Vietnam
Here I am.. or we are:-) Weiter geht die Reise in Vietnam:

Nach Ho Chi Minh ging der Marathon Lauf dann weiter nördlich nach Dalat . Abends angekommen, hatte Simona für Eniz noch eine Überraschungsgeburtstagstorte durch das Hotel organisieren lassen. So konnten wir seinen Geburtstag noch etwas erinnern und doch noch einbisschen Geburtstagsstimmung in den Tag, wo wir fast nur Bus gefahren sind, bringen.


Nun zu der Stadt Dalat, diese liegt etwa 1800 m, was man deutlich an der etwas dünneren Luft, als gewohnt, gespürt hatte. Als wir dort ankamen und die bergige Landschaft mit dem kleinen See vorfanden, da hatten wir das Gefühl, dass wir irgend wo in der Schweiz sind. Das Panorama also war uns gar nicht so fremd. Es ist ein niedlich kleines Städtchen, wo man grundsätzlich nicht viel unternehmen kann, ausser die Berglandschaft geniessen oder wenn man körperlich noch etwas aktiver sein will, eine Wanderung auf den Lang Bian Berg vornehmen, am See verweilen und/oder das Crazy Haus besichtigen.

Also haben wir als erstes das Crazy Haus besichtigt. Das Haus gilt eigentlich als Hotel, doch es ist eher ein architektonisches Kunstwerk als ein Hotel für eine Übernachtung. Naja zumindest könnte ich mir dort keine Übernachtung vorstellen. Es war sehr skurril und tatsächlich verrückt. Die Zimmer waren mit verstrickten Treppen verbunden und das Ganze wirkte wie ein Labyrinth. Das Gebäude erinnerte mich an Barcelona’s Architektur. Es war auf jeden Fall einen Besuch wert.

Den Wanderausflug zum Lang Bian Berg, 2167 m, hatten meine Schwester und ich mit einem Guide vorgenommen. Die Wanderung hätte im Grunde ca. 4-5 Stunden gedauert, was bei uns nur etwa die Hälfte an Zeit beansprucht hatte. Ja genau, so sportlich und schnell waren wir. ☺ Naja nicht ganz so war es, es war eher umgekehrt. Der Guide lief uns praktisch davon. Wir hatten keine Wahl entweder ihm so schnell als möglich zu folgen oder irgendwo im Wald zu verirren. Es gab also nur eine Option. Schliesslich meinte er dann zwischendurch, wir sollen Bescheid geben, wenn wir Pausen bräuchten. Naja, zwischendurch mal gab es auch eine Pause, doch die war mit einem Schluck Wasser verbunden und dann gings auch gleich schon weiter. Also wirklich im wahrsten Sinne des Wortes, war dies ein Marathonlauf, wie unsere Reise mit Aslihan auch geplant war. Also ziehen wir den Marathonlauf überall durch☺, sogar auf Wanderwegen. Naja schliesslich meinte der Guide dann, dass Ziel wäre, dass wir die ersten auf dem Gipfel sein sollen. Es waren nämlich noch andere unterwegs, welche dasselbe Ziel wohl verfolgten. Also das musste man mir nur einmal sagen, das wir die ersten sein sollen. Und schon spurtete ich los und war sogar vor dem Guide oben auf dem Gipfel. Hallelluja geschafft, doch ganz ehrlich, ich war auch geschafft. Oben am Gipfel angekommen, konnte ich zunächst mal die Landschaft gar nicht wahrnehmen, weil ich so beschäftigt war, meinen Atem in den Griff zu bekommen. Als der Guide schliesslich dann auch eintraf, da war das Siegesfoto fällig. Meine Schwester kam dann als nächstes nach, schliesslich hatten wir unser Ziel erreicht. Doch ob es sich tatsächlich gelohnt hatte, die Umgebung konnten wir gar nicht so wirklich wahrnehmen, weil wir so eilig unterwegs waren. Nach etwas 15 Minuten meinte dann der Guide, ob wir wieder abwärts gehen wollen. Wir haben den Guide nur angestarrt und meinten dann, ob wir das noch einbisschen geniessen könnten☺ Schliesslich nach einer halben Stunde haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Denkst Du, dass der Rückweg etwas entspannter war, ☺ nicht wirklich. Doch schliesslich sind wir dann nach etwa 3 Stunden Wanderung wieder am Ausgangsort zwar sehr erschöpft doch zufrieden angekommen.

Am letzten Tag hatten wir dann den nächsten Geburtstag von meiner Schwester Aslihan gefeiert. Gemütlich am See verweilen und am Abend lecker essen gegangen. So verlief dann unser Dalat Aufenthalt.

Nach der Grosstadt von Vietnam war diese Destination eine gute Abwechslung mit der Natur und etwas sportlicher Aktivität verbunden. Ein guter Zwischenstopp also bevor es zur nächsten Stadt, nämlich nach Hoi An weiterging.

Zeit für bloggen..

here I am, time to blog

Einen wundervollen, hoffentlich sonnigen und gemütlichen Sonntag wünsche ich Euch

Nun sitze ich in Singapore in einem Café am Flughafen und werde 12 Stunden hier meine Zeit vertrödeln. Der Grund meines längeren Aufenthalten hier am Flughafen liegt daran, dass ich diesen Flughafen so sehr liebe:-) Naja ist ehrlich gesagt nicht die gesamte Wahrheit. Ich meine klar, der Flughafen ist toll und gemütlich und alles vorhanden, was man braucht, aber das ist nicht der wahre Grund. Ich muss mein Visum für Indonesien nach 30 Tagen verlängern. Ja wohl, richtig gelesen, ich bin schon genau seit 30 Tagen in Bali, nun wird es Zeit, das Visum zu verlängern. Also flieg ich raus, und am selben Tag wieder rein:-) Ich hab ja sonst nichts zu tun, macht Spass, innerhalb eines Tages in die selben Destinationen rein- und raus zu fliegen. Natürlich alles nicht ganz so entsprechend, ist ne längere Geschichte, auf jeden Fall ist das der wahre Grund, also einfach nur das Visa verlängern, mehr nicht.

Also hab ich hier ja mehr als genug Zeit, entsprechend eine gute Gelegenheit meine Reiseberichte zu aktualisieren.

Here we go, viel Spass beim Lesen und weiterhin einen gemütlichen Sonntag wünsche ich Euch und grüsse Euch aus Singapore.

coole Graffitis überall in Bali zu sichten

Surf Sleep and Eat

Ja ja, es ist schon eine Weile vergangen seit meinem letzten Bericht. Ich bin zu faul geworden, das ist absolut meine Ausrede:-) Nicht das ich jetzt keine Zeit gefunden hätte, im Gegenteil bin seit schon knapp einem Monat in Bali am selben Ort und mache hier grundsätzlich nicht viel, ausser Surfen, Essen und Schlafen und zwischendurch mal einbischen Tanzen gehen, aber sonst absolut nichts Gescheites. Ich muss aber gestehen, dass ich diese Zeit jetzt auch sehr geniesse. Ich freu mich, morgens aufzustehen und nicht zu denken, was muss ich denn heute noch planen oder wohin geht’s denn heute noch. Es ist grundsätzlich einfach zu entscheiden, was ich mache. Entweder gehe ich surfen oder dann einfach mal gemütlich frühstücken und dann mal durch den Tag schlendern. Ist ein absolutes Highlight in meiner Reise, so gemütlich unterwegs zu sein.

Ich war vor Anfangs für 2 Wochen in einem Surfcamp, wo ich auch eine absolute cool Zeit verbracht hatte. Da war übrigens auch volles Programm dabei, morgens Yoga, danach frühstücken, danach zwei Sessions surfen und am Abend dann mal zwischendurch tanzen gehen. Ja das war eine harte Zeit:) Jetzt seit knapp zwei Wochen verbringe ich die Zeit nicht mehr im Camp, sondern geniesse es alleine meinen Tag zu gestalten. Doch ab nächster Woche bin ich dann wieder in einem Surfcamp. Also eine gute Mischung von allem.

Ich werde hoffentlich in den nächsten Tag wiedermal etwas mehr berichten und meine letzten Reiseberichte veröffentlichen, bis dahin bleibt Gesund & Munter und geniesst den Sommer, wo auch ihr immer Euch befindet..

Ada family and inside food

Lächeln, Essen und Motorräder, willkommen in Ho Chi Minh Vietnam

15.03.2015 – 19.03.2015 Ho Chi Minh Vietnam
Hallo Liebe Leser, hier wiedermal ein älterer Bericht von meiner vergangen Reise mit meiner Family-Tour EnSi und Aslihan. Ich bin unterdessen auf dem Weg nach Bali:-) Halleluja das Surfparadies ist endlich bald soweit..

Hier jetzt aber zum eigentlichen Beitrag:
Nachdem wir uns von Kambodscha verabschiedet hatten, ging die Reise nach Vietnam Ho-Chi Minh , ehemaliger Name auch Saigon genannt, weiter. Der Reisegedanke war von Süden Richtung Norden Vietnams zu reisen. Daher hatten wir in Kambodscha den letzten südlichsten Ort Sihanoukville auserwählt, da dieser nahe zur Grenze Vietnams liegt. Naja leider mussten wir aber von Sihanoukville wieder aufwärts nach Phnom Penh fahren und von dort den Bus Wechsel vornehmen und erst dann weiter nach Saigon fahren. Also haben wir Phnom Penh, auch wenn es nur kurz für ca. 2 Stunden gewesen war, wieder besucht.
Schliesslich sind wir dann in der Grosstadt Vietnams angekommen. Die Ankunft war abends gegen 22 Uhr und das was wir gesehen hatten, war unglaublich. Der Verkehr um diese Zeit war wie Rush Hour. Beim Verkehr muss man bedenken, dass zu 90% der Verkehrsmittel im Verkehr Motorräder waren. Ich hatte noch nie so viele Motorräder gesehen, OMG, sag ich da bloss. Das war einfach unfassbar, wie das gesamte funktionierte. Anfangs hatte man das Gefühl, dass es ein Chaos ist, doch die Fahrer wussten genau wie sie zu handeln hatten, wann wer welchen Vortritt hat und wie gefahren werden muss. Als Fussgänger bist Du hier verloren, denkst Du zumindest. Doch ihr glaubt es nicht, es funktioniert tatsächlich auch für Fussgänger. Man ist Anfangs sehr zurückhaltend und etwas ängstlich, um sich überhaupt irgendwie auf die Strasse zu wagen, doch nach ein paar Überquerungen der Strasse, merkte man, dass man einfach nur durchlaufen muss. Die Motorradfahrer halten dann meistens an oder sie manövrieren irgendwie um dich herum, so dass du dann weitergehen kannst. Schlimmstenfalls musst Du dann einfach mitten im Verkehrschaos auf der Strasse halten und warten, bis Du durchgehen kannst. Wir konnten immer unfallfrei die Strasse überqueren☺
Hier haben wir dann 4 Nächte übernachtet, wenn es nach Eniz ginge, wären wir noch länger dort geblieben, da er sich so in die Stadt verliebt hatte, doch die Zeit war knapp und wir mussten unser Ziel verfolgen.
In Saigon hatten wir u.a. das Kriegsopfermuseum, die Notre Dame Kirche, allerdings nur von aussen betrachtet und das zentrale Postgebäude, welches architektonisch auch sehr interessant war, besucht.
Das Kriegsopfermuseum war sehr herzzerreißend, die Bilder die dort veröffentlich waren, waren aus der Sicht der Vietnamesen dargestellt worden, wie sie im Vietnamkrieg gelitten und welche Opfer sie erbracht haben. Es war sehr interessant, doch man brauchte wirklich Nerven, das Ganze auch anschauen zu können. Teils konnte ich die Bilder überhaupt nicht betrachten, da sie leider sehr grauenvoll waren. So war aber nun mal die Realität, wie es damals im Krieg vorging.
Zum Schluss des Tages sind wir noch durch den berühmten Ben Thanh Market geschlendert.
Am nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zum Mekong Delta unternommen. Allerdings war dieser Ausflug eine riesen Enttäuschung, es war einfach sehr kommerziell ausgerichtet und die Rundfahrt selbst war eher geringfügig gehalten. Die Fahrt mit dem Van zur Flussfähre war landschaftlich sehr schön und atemberaubend, doch die Flussfahrt selbst war nichts spektakuläres, im Gegenteil, das Ganze war sehr kommerziell gemacht worden. Es war nur eine Touristenfalle wie jede andere auch. Wir haben zwei Insel besucht, Phoenix und die Tree Insel, wo u.a. verschiedene Spezialitäten wie Bonbon, Kokosnussöl verarbeitet und entsprechend verkauft wurden. Der Tagesausflug war eigentlich nur ausgerichtet, um auf den beiden Inseln irgendwelche Spezialitäten verkaufen zu wollen. Ach vielleicht noch eine Sache, was interessant gewesen ist. Auf der einen Insel gab es noch eine kleine Gesangsvorführung von den Bewohnern, welche bestimmte Volkslieder gesungen haben. Man nennt diesen Stil der Gesänge Quan Ho . Dieser Musikstil wurde sogar in 2009 als Immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt.
Am letzten Tag war nur noch eine Pagode Besichtigung und sonst ein gemütlicher Nachmittag, mit keinen speziellen Ausflugszielen, geplant. Am Abend gingen wir dann zur Feier des Abends, sehr lecker ein BBQ essen. Da dies unser letzter Abend in Saigon war und am nächsten Tag Eniz Geburtstag hatte, haben wir seinen Geburtstag vorverlagert und in die Nacht hineingefeiert. Naja gefeiert ist wohl etwas übertrieben, wir haben eine nette Bar mit einer schönen Aussichtsplattform gefunden und dort seinen 32-Geburtstag zusammen angestossen. Es war insgesamt ein gelungener Abschlussabend. Der nächste Tag war dann bereits zur Weiterfahrt nach Dalat gebucht. So endete schliesslich unser Besuch in der Grosstadt Ho Chi Minh.

Fazit zu Ho Chi Minh: Die Stadt hat mir persönlich sehr gut gefallen. Vielleicht auch, weil wir nicht eine derart modern weiterentwickelte Stadt erwartet hatten. Wir hatten uns wohl an den niedrigeren Komfort von Kambodschas gewöhnt und hatten entsprechend auch keine Vermutungen von Vietnam. Zu bedenken ist, dass hier schliesslich auch vor knapp 40 Jahren noch Krieg herrschte, hat sich das Land sehr schnell und produktiv weiterentwickelt. Die Bevölkerung spricht vergleichsweise mit Thailand und Kambodscha doch recht gut Englisch, was uns auch sehr erstaunt hat. Die Menschen sind ständig am Essen oder am Motorrad fahren:). Die Freundlichkeit der Bevölkerung auch zu erwähnen, sowie das sympathische Lächeln, nicht zu vergessen.
So startet die Vietnam Reise. Bis zum nächsten Beitrag seid glücklich und zufrieden, um mit mir das nächste Abenteuer in Dalat zu durchqueren.

Zeit für eine Graffiti zu sichten

Zeit für irgendwas, Luxus pur beim Reisen

Oh ja tatsächlich kommt das bei mir wirklich nicht oft vor, dass ich einfach mal so Zeit habe, wo ich nichts geplant habe. Ich meine jetzt mal in einer neuen Stadt zu landen und ausnahmsweise mal keine Sehenswürdigkeiten durch einen Marathonlauf zu vollenden. Naja hier gibt es auch nichts zu bewundern, da es ursprünglich ein kleines Fischerdörfchen ist und eigentlich eine gute Ausgangslage um Richtung Singapur oder auf die Insel Tioman zu gelangen. Ich bin also in Mersing gelandet. Ursprünglich bin ich heute aus der Insel Tioman zurückgekommen und übernachte jetzt hier eine Nacht, um morgen von Singapur nach Kota Kinabalu zu fliegen. Ich hatte also hier keinen besondern Zweck ausser die Übernachtung. Also ist das mal ein Luxus, das war mir heute Mittag, als ich hier angekommen war, gar nicht so richtig bewusst. Bis ich hier auf der Strasse herumirrte und dachte, was mach ich jetzt bloss den ganzen Tag. Ich bin dann spontan in ein Damensalon hereinspaziert und hab mir dann das volle Programm von Maniküre zur Pediküre gegönnt.
Ach wie schön ist es, wenn man einfach Zeit für irgendwas nutzen kann, das spontan kommt. So kann Reisen auch mal Spass machen:-)

Koh Rong bei Sonnenuntergang

Ein Ort an dem Paradies und Hölle zusammentrifft.. nachträgliches Abenteuer aus Kambodscha

06.03.2015 – 10.03.2015 Phnom Penh Kambodscha
Hier folgt jetzt ein älterer Bericht aus Kambodscha. Der letzte offizielle Reisebericht war aus Laos gewesen. Hier jetzt die Weiterreise nach Kambodscha.

Übrigens zur Information, unterdessen befinde ich mich bereits schon im Süden Malaysias an der Tioman Insel. Es ist hier wundervoll, wie im Paradies, ausser die Moskitos und die Sandmücken machen das Paradies zu einem klein bisschen Grauen. Doch es kann ja nicht immer der beste Strandurlaub sein.

Nun zu meinem Bericht für Kambodscha:
Wir hatten Pakse (Laos) also mit dem Bus verlassen, um nach Phnom Penh , also wieder zurück nach Kambodscha zu reisen. Die Busfahrt war die Hölle, da sie unglaublich lange gedauert hatte und mit Pannen verbunden war. Schliesslich kamen wir dann Nachts um 23 Uhr in Phnom Penh in der Hauptstadt Kambodschas an. Nachdem wir von den Tuktuk Fahrern fliehen konnten, haben wir uns auf einen Fussmarsch Richtung Zentrum gewagt. Wir hatten ausnahmsweise mal für diesen Ort keine Unterkunft vorgebucht, weil wir dachten, dass es ja eine Grossstadt ist und wir dann vor Ort spontan schauen könnten. Naja die Rechnung ging nicht so auf, da wir erstens nicht damit gerechnet hatten mitten in der Nacht da anzukommen und zweitens die Stadt nicht besonders gastfreundlich und hilfsbereit war. Der Fussmarsch selbst ins Zentrum war schon ein Abenteuer für sich. Einer der Tuktuk Fahrer hatte uns nach der Buststation dann verfolgt und uns angefaucht, weshalb wir keinen Tuktuk nehmen. Es war also nicht besonders angenehm so durch die Strassen durchzumarschieren. Glücklicherweise waren wir nicht alleine, es waren noch drei andere Backpacker mit uns unterwegs. Schliesslich müde und verschwitzt angekommen im Zentrum haben wir uns dann für irgendeine Unterkunft entschieden, es war jetzt nicht die Zeit um eine grosse Auswahl treffen zu können, hauptsach mal eine Übernachtung.

Die Stadt war nicht besonders einheimisch und ich fühlte mich nicht gleich wohl. Die Strassen waren alle sehr verschmutzt, alles ziemlich alt und vergammelt und die Menschen dort sehr sehr aufdringlich, wenn’s um’s Geschäfte machen geht. Also völlig andere Einstellung als in Laos. Doch wir haben die Stadt ausgesucht, weil unsere andere Schwester Aslihan, ja schon wieder ein Familienmitglied,;) zu uns gerückt war aus der Schweiz. Mit ihr hatten wir dann 4.5 Wochen geplant zusammen zu reisen.
Nachdem wir unsere Schwester dann in den nächsten Tagen vom Flughafen abgeholt hatten, tickte die Uhr. Da wir nun mit ihr eine limitierte Zeit zur Verfügung hatten, wollten wir, dass sie auch recht viel sehen und bereisen kann. Also ging es dann gleich mit der Sightseeing Tour los.
Wir haben das Nationalmuseum besucht, für mich persönlich eher uninteressant und dann den grossen Palast. Das ganze Phnom Penh ist so widersprüchlich. Auf der einen Seite staunt man einen Palast, welches mit Goldverzierungen geschmückt ist und auf der anderen Seite sieht man Menschen auf den Strassen übernachten. Dann gibt es an der Seepromenade extrem teure luxuriöse Restaurants und gleichzeitig trifft man dort viele behinderte Bettler an. Also sehr widersprüchlich das Ganze. Doch war es sehr individuell, weil es ziemlich authentisch wirkte. Ich meine jetzt nicht, dass mir die Stadt so gefallen hat, doch es hatte einfach etwas eigenes, nicht zu vergleichen mit anderen Grosstädten. D.h. es ist keine Kopie einer anderen Grosstadt, wie man das oft so antrifft. Zum Beispiel Kuala Lumpur mit den Wolkenkratzern vergleichsweise wie mit New York. Doch ich denke, wahrscheinlich auch nur deswegen, weil es finanziell wohl noch nicht so in der Lage ist, sich noch schneller weiterzuentwickeln. Doch die Entwicklung ist da, das sieht man und spührt man auch an den Menschen, es braucht halt noch ein paar Jahre, bis die Stadt wohl so ankommt, wie alle anderen Grosstädter ringsherum.
Hier ein paar Fotos von dem Tag mit den Sehenswürdigkeiten:

10.03.2015 – 15.03.2015 Sihanoukville Kambodscha

Nach einer Nacht in Phnom Penh ging die Reise dann von der Ada Familie weiter Richtung Strand. Das nächste Ziel war Sihanoukville . Das war recht im Süden nahe zur Grenze von Vietnam. Dort wollten wir ein paar Tage einfach nichts tun, so dass Aslihan auch zunächst mal einbisschen relaxen kann, bevor es bei ihr dann gleich weiter ging. Wir hatten uns entschieden, dass wir zunächst die Insel Koh Rong unsicher machen würden, dann vielleicht Sihanoukville Strand. Auf jeden Fall hatten wir uns zunächst für die Insel entschieden, wohl bemerkt wieder ohne eine Unterkunft vorher zu buchen. Auch mit dem Gedanken, dass wir es vor Ort suchen können. Was grundsätzlich auch ganz gut machbar gewesen war. Die Insel ist ja sehr überschaubar, also recht klein. Ausserdem war die Anzahl an Unterkünften auch sehr begrenzt, was die Auswahl dann auch etwas erleichtert hatte. Alles schön und gut. Hier war es aber so, dass Strom nur über Stromgenerator ab ca. 22 Uhr funktionierte, dementsprechend auch kein Internet und sonst war die Infrastruktur nicht besonders weiterentwickelt. Das ist ja grundsätzlich auch nicht so tragisch, mal ein paar Tage mit der Aussenwelt abgeschottet zu sein, sprich ohne Internet. Was aber fast unerträglich war, die vielen Moskitos und der Abfall in allen Ecken war nicht zu übersehen.
Die Insel wäre grundsätzlich ein Traum von einem Paradies gewesen, glasklar hellblaues Wasser, seidige Sand, keine Touristenmasse und die Sonne, wäre da nicht der gesamte Müll ringsherum und die Toiletten-Abwasserleitungen, welche auf die Strasse landeten. Naja diese Eigenschaften verringerten dann die Attraktivität der Insel. Ich glaube, hier landen Leute, die tatsächlich so vollgedröhnt sind, dass sie gar nicht merken, was um sie ringsherum vorgeht:-). Ganz ehrlich, wir hatten praktisch nur solche jungen Leute um uns herum, naja für die mag es hier wohl ein Paradies zu sein, doch jedem das seine.

Ich verstehe natürlich, dass die Infrastruktur auf einer Insel etwas geringfügiger ist als auf dem Festland. Ganz ehrlich, ich glaube ich hatte noch nie so viel Abfall und Verschmutzung an einem Ort gesammelt gesehen, mit Ausnahme einer Müllhalde, als hier auf dieser Insel. Das schlimme daran ist, dass die Menschen dort so einfach damit leben. Die werfen ihren eigenen Müll vor ihren eigenen Garten. Die Kinder nutzen diesen Platz dann auch einfach so zum Spielen aus. Als wir das ganze gesehen hatten, waren wir dermassen schockiert, dass wir uns gleich am ersten Tag entschieden, nicht lange hier zu bleiben. Es war einfach nicht das, was wir erhofften oder erwartet hatten. Der Strand und das Meer selbst ist ja wirklich traumhaft, doch alles ringsherum einfach inakzeptabel. Das war auch kein Traumort, um etwas Entspannung zu holen. Daher entschieden wir uns nach 2 Nächten wieder zurück aufs Festland nach Sihanoukville zu fahren.

Hier auf dem Festland haben wir uns dann eine sehr schöne, neue Unterkunft gegönnt, gleich vor dem Fluss. Es war einfach traumhaft. Der Strand war zwar hier nicht gleich vor der Haustür, doch stattdessen hatten wir den Fluss vor unserer Veranda. Zum Strand war es dann auch nur 5 min. zu Fuss. Also grundsätzlich alles wieder so wie es sein sollte. Hier am Strand haben wir dann eine Kitesurfschule entdeckt und entschieden uns dann allesamt dies mal auszuprobrieren. Naja es war teils ein Desaster🙂 Es lag tatsächlich nicht an uns, ich denke wir alle wären gar nicht mal so unfähig gewesen, das Teil zu beherrschen. Der Lehrer war einfach ein ungeduldiges Grossmaul, wenn ich das mal so sagen darf. Aber egal, ich gehe jetzt nicht nähers darauf ein. Schliesslich nach einem Tag, ursprünglich geplant waren 2-3 Tage, haben wir es dann aufgegeben.
Dann hiess es einfach nur noch am Strand chillen, was ja auch wundervoll sein kann. Somit verliessen wir dann Sihanoukville schliesslich entspannt und etwas auskuriert und begaben uns in Richtung Vietnam. Somit endet hier das Abenteuer aus Kambodscha und das nächste folgt durch Vietnam.

Fazit zu Kambodscha: Eindrücklich ein solches Land bereist zu haben, mit allen Facetten dahinter. Kein Traumreiseziel, wenn man nur Schönes entdecken will. Doch ich finde, es absolut imposant auch mal die andere Seite gesehen zu haben.

Das beste Selfie, who has it?!..

Dieser Beitrag ist vom 03.05.201, nachträglicher Upload meinerseits:

Unglaublich was ich hier beobachte. Ich glaube, ich habe bis jetzt in meiner gesamten Reise wie auch in der Schweiz, noch nie so viele Menschen gesehen, die sich selbst so gerne fotografieren, wie hier in Melakka. Klar momentan ist hier ein Feiertag und es sind sehr viele auswärtige Touristen angereist, jeder versucht jetzt alles festzuhalten, was es zu gedenken gibt. Es fängt vom Essen, Trinken, Attraktionen, Cafés, Strassen, ja sogar von behinderten Menschen, welche einfach nur da sitzen und ein Musikinstrument spielen, an. Es fehlt noch, dass sie die Bettler auch fotografieren würden, wenn es welche gebe..
Ich finde das alles einbischen beängstigend. Die Menschen sind nur darauf fixiert, das beste, schönste und beeindruckendste Bild von sich zu machen. Ich meine klar, wer will schon kein gutes Bild von sich preisgeben. Jeder möchte doch auf einem Bild gut aussehen, schliesslich ist das ja nur die Momentaufnahme und die muss ja auch passen. Ich selbst versuche ja auch auf den Fotos immer gut zu posieren und ein Lächeln zu geben. Doch ich glaube, damit bin ich noch nicht soweit, dass ich andere für mich zur Schau stelle, nur damit ich ein perfektes Bild kriege. Es fängt damit an, dass die Touristen hier etwas kleines entdecken, was zu einem Fotomotiv gut passen würde, sich dem Motiv hinstellen und so lange ein Selbstporträt machen, bis sie schliesslich das perfekt Selfie kriegen. Naja, damit habe ich persönlich noch etwas Mühe, dies zu verstehen, weshalb die Leute das so machen. Schliesslich habe ich dann festgestellt, dass sobald ein Bild gemacht wurde, dieses dann auch gleich online auf eine Plattform gestellt wird. Also hofft man dann auf so viele Likes und Kommentare wie möglich. Das muss wohl so was sein wie ein Statussymbol. Ich verstehe das ja alles auch, will das jetzt auch nicht abwerten. Schliesslich bin ich ja auch eine davon die Social Network nutzt. Doch ich hab einfach das Gefühl, dass die Menschen das nicht für sich selbst machen, sondern um andere damit zu beeindrucken. Jeder möchte das perfekte Selfie ergattern, sei es was es koste. Ob ein local davon betroffen ist oder nicht, egal, Hauptsache man hat sein idealstes Selbstporträt.